Lehrstuhl Sport- und Gesundheitswissenschaften I

Portrait

Am Lehrstuhl Sport- und Gesund­heits­wissen­­schaften forscht und lehrt ein inter­­dis­zipli­näres Team aus den Dis­ziplinen Sport- und Be­wegungs­­­wissen­­schaften, Geronto­logie, Gesund­heits- und Politik­­wissen­­schaften, Psycho­logie und Betriebs­­­wirtschafts­lehre zur All­tags­­mobili­tät älterer Men­schen. Alltags­­aktivität respek­tive -mobilität fördert und erhält die Auto­nomie, sichert die Gesund­heit, erhält und steigert die Lebens­­zufriedenheit und das Wohl­­befinden älterer Men­schen.

Wir wollen wissen, welche Beding­ungen das Aktiv­sein behin­dern oder erleich­tern, in welchem Maße Alltags­­aktivität nicht-anstecken­den Erkrank­ungen (wie Diabetes Typ 2, KHK) zuvor­kommt (Prävention) und wie sich Alltags­­aktivität auf die zentralen Kriterien eines produk­tiven und gelingen­den Alterns (Gesund­heit, Auto­nomie und Wohl­befinden) auswirkt.

Wir kooperieren mit nationalen und internationalen Forschungspartnern, mit denen wir im inter- und transdisziplinären Zugang Erkennt­nisse zu den oben genannten Fragestellungen erarbeiten.

     

Forschung

Unsere Forschung orientiert sich an einem ökologisch-systemischen Paradigma und folgt dem empirisch-analytischen Wissenschaftsansatz. Konkreten Forschungsarbeiten liegen psychologische, psycho-gerontologische und gesundheitswissenschaftliche Theorien zugrunde. Die Theorien prüfen wir überwiegend im naturalistischen Setting und vereinzelt auch im Labor auf ihre Bewährung. Wir verwenden dazu ein breites Spektrum von Methoden der empirischen Sozial- und Verhaltensforschung und des „ambulanten Assessments“.

In der Absicht, die Wirkungen von Alltagsaktivität auf den Verlauf und die Qualität des Alterns zu erklären, analysieren wir, wie Merkmale der gebauten und technischen Umwelt mit psychischen Merkmalen älterer Personen (Motiven, Erwartungen, Einstellungen) interagieren. Wir wollen erklären, wie „Person x Umwelt-Interaktionen“ Alltagsmobilität beeinflussen und wie die Interaktionen im Altern verlaufen.

Im transdisziplinären Zugang wollen wir dazu beitragen, adaptiv-lernfähige technische und gebaute Umwelt zu gestalten. Technik und Umwelt sollen das Altern begleiten, den Alltag alter Menschen anreichern, sie unterstützen und wenn erforderlich, eingetretene Funktionsverluste kompensieren helfen. In dieser disseminativen Absicht entwickeln und evaluieren wir systematische Interventionen in die Lebenswelt älterer Personen. Wir wollen mit unserer Forschung zu einer generationen-integrierten Gesellschaft beitragen.

Lehre

Wir lehren in den Studiengängen des Instituts für Sport- und Bewegungswissenschaft. Dort vermitteln wir methodische, gesundheitswissenschaftliche und -psychologische Kenntnisse und Fertigkeiten. Wir befähigen Studierende, in ihrem späteren Berufsalltag methodisch solide, wissenschaftlich fundiert und ethisch reflektiert zu handeln.

Weiterbildung

Wir führen den online-basierten, berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengang Integrierte Gerontologie. Wir führen diesen Studiengang inhatlich und operativ (www.master-gerontologie.de). Der Studiengang stellt sich den Herausforderungen des demographischen Wandels. Interdisziplinär angelegt, vermittelt er umfassende Kompetenzen, um den demographischen Wandel zu erkennen, zu begleiten und zu nutzen. Der Abschluss Master of Science qualifiziert dazu, Verantwortung für das Altern von Personen und in Organisationen zu übernehmen und Prozesse zu begleiten, mit denen Organisationen und Personen auf die Herausforderungen des Alterns antworten.
Wir befähigen Studierende als Expert/innen, Advokat/innen, Änderungsmanager/innen und Befähiger/innen an der Entwicklung einer generationenintegrierten Gesellschaft an verantwortlicher Position zu wirken.